Neue Perspektiven für Dramatikerinnen und Dramatiker verlängert!

1. Ziel und Gegenstand der Maßnahme

Autorinnen und Autoren des Theaters sind von den Auswirkungen der Pandemie in besonderer Weise betroffen, denn sie leben von Tantiemen aus Vorstellungen. In der vergangenen Spielzeit fand ein regulärer Theaterbetrieb nicht statt, Vorstellungen fielen zu Tausenden aus oder wurden vor sehr begrenzter Zuschauerzahl gespielt. Im Rahmen des Neustarts Kultur der BKM startete der Deutsche Literaturfonds daraufhin ein Förderprogramm zur Stärkung der Dramenliteratur, bei dem bis zum Oktober 2021 über 170 Autorinnen und Autoren des Theaters einen Antrag gestellt haben.

Nun zeigt sich, dass sich auch in der neuen Saison der Theaterbetrieb keineswegs normalisiert:

  • Je nach Bundesland und Kommune gelten weiterhin behördliche Einschränkungen des Platzangebots
  • Auch unabhängig von behördlichen Einschränkungen bleibt das Publikum vorsichtig und kommt vielerorts nur zögerlich zurück
  • Der pandemiebedingte Produktionsstau an den Theatern führt zu deutlich verkürzten Vorstellungsserien
  • Es kommt weiterhin zu Absagen und Verschiebungen von Produktionen

Dies alles bedeutet für die Autorinnen und Autoren des Theaters eine weitere verlustreiche Saison.

Die Verlängerung des Förderprogramms „Neue Perspektiven für Dramatikerinnen und Dramatiker“ trägt diesem Umstand Rechnung. Es setzt sich weiterhin zum Ziel, durch die Linderung der pandemiebedingten Einbußen den Autorinnen und Autoren eine Perspektive zu eröffnen, damit sie ihren Beruf fortführen können und weiterhin für die Bühne schreiben. Außerdem eröffnet die Verlängerung die Möglichkeit, auch Autorinnen und Autoren von Überschreibungen und Bühnenadaptionen vorbestehender Werke (z.B. Romane) einzubeziehen.

2. Wer kann sich bewerben?

Die Überbrückungsförderung wird als Stipendium zur Linderung der pandemiebedingten Einbußen vergeben. Sie richtet sich an professionelle freischaffende Bühnenautorinnen und -autoren, deren deutschsprachige Theaterstücke / Überschreibungen / Bühnenadaptionen* in folgenden Zeiträumen an einem professionellen Theater in deutscher Sprache nachweislich zur Premiere angesetzt waren oder sind, und deren Vorstellungen, auch Gastspiele, pandemiebedingt gar nicht oder nur begrenzt stattfinden konnten oder können:

*Ausgenommen sind Bühnenadaptionen, die von Regisseurinnen und Regisseuren im Rahmen ihres Regieauftrags verfasst wurden oder werden.

  1. 1.1.2020 bis 31.8.2021
  2. 1.9.2021 bis 30.6.2022
  3. 1.7.2022 bis 31.12.2022

Die Förderung für einen Zeitraum ist kein Hindernis für die Bewerbung um erneute Förderung mit neuen Werken in den anderen Zeiträumen. Auch nachträgliche Bewerbungen für den Zeitraum a) unter den angepassten Ausschreibungskriterien sind möglich, sofern der maximale Förderungsbetrag für diesen Zeitraum nicht ausgeschöpft wurde.

Eine Förderung im Rahmen des Programms „Neue Stücke für ein großes Publikum“ des Deutschen Literaturfonds ist kein Bewerbungshindernis.

Voraussetzung:

  • Die Bewerberin, der Bewerber darf in dem Zeitraum, dem die Bewerbung gilt, nicht in Vollzeit in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis gestanden haben oder stehen.
  • Die jeweilige Bühne muss im Deutschen Bühnenjahrbuch verzeichnet sein.

3. Wie hoch ist die Förderung?

Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Spielstätte, die für die Vorstellungen vorgesehen war oder ist. Die maximale Fördersumme beträgt EUR 8.000 pro Zeitraum.

  • Kleine Spielstätte bis 99 Plätze: EUR 1.500 je Premiere
  • Mittlere Spielstätte 100-199 Plätze: EUR 2.000 je Premiere 
  • Große Spielstätte ab 200 Plätze: EUR 4.000 je Premiere

4. Wie bewirbt man sich?

Die Bewerbungsfrist beginnt am 31.01.2022, das Online-Antragsformular wird um 12 Uhr freigeschaltet. Der Antrag ist mit allen Unterlagen in digitaler Form an den Deutschen Literaturfonds zu richten und muss Folgendes enthalten: 

  • das vollständig ausgefüllte Online-Formular Nr. 4 

    sowie als pdf, doc, docx, xls, xlsx, gif, jpg, jpeg oder png mit einer maximalen Dateigröße von je 5 MB:
     
  • eine unterschriebene Bestätigung des Theaters, dass und in welcher Spielstätte das Theaterstück pandemiebedingt gar nicht oder nur begrenzt oder vor reduziertem Publikum zwischen 1.1.2020 und 31.12.2022 zur Aufführung gekommen ist beziehungsweise kommen wird. 
  • die unterschriebene Erklärung, im Zeitraum, dem die Bewerbung gilt, nicht in einem sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitsverhältnis gestanden zu haben.
  • das Theaterstück als PDF. Dies ist entbehrlich, wenn das Theaterstück von einem Bühnenverlag vertreten wird.
  • eine Veröffentlichungsliste sowie
  • einen Kurzlebenslauf auf dem aktuellen Stand

Die Einsendungen werden in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet. Das Programm ist auf bis zu eine Million Euro begrenzt und wird beendet, sobald die verfügbaren Sondermittel ausgeschöpft sind, spätestens zum 31.12.2022.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
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