Nah Dran! Neue Stücke für das Kindertheater

Ausschreibung

Mit dem Autoren-Theater-Projekt Nah dran! sollen Prozesse in der Stückentwicklung und der Inszenierung von neuen szenischen Anordnungen für das Kindertheater ermöglicht werden. Im Zentrum von Nah dran! stehen die Autorinnen und Autoren, die das Feld des Stückeschreibens längst für sich erweitert haben und als selbständige Unternehmer – als Solisten oder Teamplayer – (Mit)Produzierende von Theaterereignissen sind. Autorinnen und Autoren und ihre, soweit bereits vorhanden, Verlagslektoren treten mit Theatern und Regisseurinnen und Regisseuren in Kontakt, um
im gemeinsamen Prozess ein Stück für das Kindertheater zu planen, zu schreiben und zur Uraufführung zu bringen. Autorinnen und Autoren werden ermuntert, die Partnerschaft von Theatern insbesondere in Mittel- und Kleinstädten sowie im ländlichen Raum zu suchen.

Autorinnen und Autoren sowie Theater und Regisseurinnen und Regisseure werden aufgefordert, sich gemeinsam mit einer Stückidee für das professionelle Kindertheater um die Förderung aus dem Projekt Nah dran! zu bewerben. Bis zu vier Autorinnen oder Autoren erhalten ein Auftragshonorar
von jeweils 6.500 Euro für die prozesshafte Arbeit an einem neuen Stück, das sich durch Originalität, literarischen Anspruch und Zeitgenossenschaft der Stoffe auszeichnet. Die Stücke müssen sich an ein Publikum im Alter bis zu 10 Jahren richten. Das Stück muss durch das teilnehmende Theater zur Uraufführung gebracht werden. Das Stück soll zum  Nachspielen animieren und Eingang ins Repertoire finden.
Die beteiligten Theater, die die neuen Stücke bis zum 1. Juli 2021 uraufführen, erhalten einen projektbezogenen Zuschuss von jeweils 1.000 Euro. Damit soll ermöglicht werden, die Autorinnen und Autoren angemessen an dem Entwicklungs- und Inszenierungsprozess zu beteiligen.

Mit der gemeinsamen Bewerbung durch die Autoren und die Theater müssen eingereicht werden:
– eine Beschreibung des geplanten Stücks
– eine charakteristische Szene aus einem bereits fertigen Stück
– eine Vita und ein Werkverzeichnis
– ein Kurzporträt des kooperierenden Theaters und des begleitenden Verlages
– eine Bestätigung des kooperierenden Theaters über die Uraufführung des Stücks

Eine Jury entscheidet über die Vergabe der Auftragshonorare und Projektzuschüsse bis zum 1. Juni 2019.
Die Bewerbungen (Einsendeschluss: 1. April 2019) sind in dreifacher Ausfertigung per Post zu richten an:

Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland, Projekt Nah dran!, Schützenstraße 12, 60311 Frankfurt am Main. Weitere Informationen: www.kjtz.de

Nachfragen richten Sie bitte an: Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland, Projektleitung: Henning Fangauf (Enable JavaScript to view protected content.)

 

„Nah dran“
Neue Stücke für das Kindertheater

Gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendtheaterzentrum vergibt der Deutsche Literaturfonds seit 2009 jährlich vier Stipendien zur Entwicklung neuer Stücke für das Kindertheater. Das Programm ‚Nah dran!‘ zeichnet sich durch die programmatische Zusammenarbeit der Autorinnen und Autoren mit Theatern und Regisseuren aus.

Die dreiköpfige Jury mit Lisa Zehetner (Junges Nationaltheater Mannheim), Prof. Dr. Gunther Nickel (Deutscher Literaturfonds) und Henning Fangauf (Kinder- und Jugendtheaterzentrum) hat nun über die Vergabe der vier Stipendien 2018 entschieden. Aus den insgesamt 26 Bewerbungen werden folgende vier Autorinnen und Autoren mit jeweils 6.500,– € für die Entwicklung ihrer neuen Stücke gefördert. Die Partnertheater bringen die Stücke in der Spielzeit 2019/20 zur Uraufführung:

  • Lorenz Hippe mit „Bang!“ (AT) in Kooperation mit dem Theater der Stadt Aalen. Geplant ist ein „interaktives Stück über Leben in digitalen und realen Welten“. Der Berliner Autor wird sich mit dem Theater und dem Publikum auf die Erforschung nach einem „Theater der Zukunft“ begeben. Die interaktive Performance wird Kinder der 2. bis 4. Klasse einbeziehen.
     
  • Christina Kettering mit „Die Eile der Schildkröte“ (AT) in Kooperation mit dem Comedia Theater Köln. Ein „Spiel mit der Zeit“ haben Autorin und Theater sich für dieses Projekt vorgenommen: A ist wahnsinnig schnell, B total langsam. Welches ist die richtige Geschwin-digkeit in dieser Zeit, für diese Gesellschaft? Diesen Fragen geht das Stück nach. Das Theater setzt damit die 2016 begonnenen Zusammenarbeit mit der Autorin fort.
     
  • Annalena Küspert mit „Jonas Müllauto“ (AT) in Kooperation mit den Städtischen Bühnen Osnabrück. Jonas darf heute auf dem Müllauto mitfahren. „Irre, was die Leute alles wegschmeißen“. Plötzlich ist das Auto in der Luft, fliegt über Müllberge und landet neben dem Insellabor von ClaraMarie. Die Wissenschaftlerin tüftelt gerade an einer Ozonlochnähmaschine und anderen Dingen. Dokumentarisches und Fantastisches stehen in diesem Stück für Kinder ab 8 nebeneinander.
     
  • Stefan Wipplinger mit „Wie Schnuppen von den Augen“ (AT) in Kooperation mit dem Mainfranken-theater Würzburg. Zack und Schnuppe sind dicke Kumpels, dann taucht Dee auf und bringt alles durcheinander. Geplant ist ein Stück über Höhen und Tiefen der Freundschaft und die Angst vor dem Einbruch des Fremden in das Gewohnte.

Nähere Informationen: Henning Fangauf, Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland Schützenstraße 12, 60311 Frankfurt/M., Enable JavaScript to view protected content.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

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