Der Deutsche Literaturfonds fördert die deutschsprachige Gegenwartsliteratur überregional, marktunabhängig und jenseits politischer Vorgaben.

Der Literaturfonds unterstützt die Deutsche Kultur- und Literaturlandschaft im Rahmen des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderten Programms Neustart Kultur.

Alle Videos finden Sie in der Übersicht und auf Youtube.

Aktuelle Meldungen

Paul-Celan-Preis 2020
5.8.2020

Paul-Celan-Preis 2020 an Eveline Passet

Der vom Deutschen Literaturfonds alljährlich vergebene Paul-Celan-Preis für her­aus­ragen­de Literaturübersetzungen ins Deutsche geht in diesem Jahr an Eveline Passet. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert.

Der Jury gehören an: Karin Betz, Ursula Gräfe, Gabriele Leupold, Miriam Mandelkow und Ulrich Sonnenberg.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Großer Preis des Deutschen Literaturfonds
29.7.2020

Felicitas Hoppe ist die erste Preisträgerin des Großen Preises des Deutschen Literaturfonds


(Foto: Tobias Bohm)

Aus dem Kreis der bisher durch den Deutschen Literaturfonds geförderten Stipendiaten und Stipendiatinnen wählte die Jury, bestehend aus Bettina Fischer, Manuela Reichart und Hans Thill, Felicitas Hoppe als erste Preisträgerin des Großen Preises des Deutschen Literaturfonds. Der Preis geht hervor aus dem "Kranichsteiner Literaturpreis" und ist mit 50.000 Euro dotiert.

Die Begründung der Jury:

„Felicitas Hoppe, 1960 geboren, hat seit dem Erzählungsband ‚Picknick der Friseure‘ im Jahr 1996 ein im besten Sinne breit gefächertes Werk vorgelegt: erzählerisch reizvolle Erkundungen zu Fragen der Identität ebenso wie lebendige Geschichten für Kinder oder auch eine Reihe aufschlussreicher Poetik-Vorlesungen. Felicitas Hoppes Romane – von ‚Pigafetta‘ (1999) über ‚Johanna‘ (2006) zu ‚Hoppe‘ (2012) oder ‚Prawda. Eine amerikanische Reise‘ (2018) - bergen stets ein besonderes, nicht zuletzt sprachliches Geheimnis. Im vergangenen Jahr hat sie neben einem ‚Making of‘ zu ihrem letzten Roman ‚Prawda. Eine amerikanische Reise‘ auch ‚Grimms Märchen für die Heldinnen von heute und morgen‘ herausgegeben und ermöglicht auf diese Weise auch eine vertiefende Sicht auf Texte, die sie begleiten und faszinieren.

Weitgereist teilt die Autorin ihren neugierigen Blick, aufgeschlossen begegnet sie der Welt und der Literatur. Felicitas Hoppe stellt Fragen an Sein und Wirklichkeit und lässt uns über den Horizont unserer alltäglichen Wahrnehmung hinausblicken. Ihrer Leserschaft wie auch ihren Zuhörerinnen und Zuhörern gibt sie immer wieder neue Schlüssel zum Verständnis in die Hand, wenn sie so klug wie amüsant über ihre eigenen wie die Werke anderer Auskunft gibt. Ihr Erfindungsreichtum, ihre bildreiche Sprache, ihre Freude am Spiel wurden schon oft gerühmt – so erhielt Felicitas Hoppe den Georg-Büchner-Preis im Jahr 2012.

Aufgrund der Vielfalt ihres Werkes, der wachen Wahrnehmung der Autorin, der funkensprühenden Vielschichtigkeit ihres Schreibens spricht die Jury Felicitas Hoppe den Großen Preis des Deutschen Literaturfonds zu.“

 

Der Große Preis des Deutschen Literaturfonds

Der Deutsche Literaturfonds, der sich seit 1980 der Förderung deutschsprachiger Gegenwartsliteratur widmet, hat sein 40-jähriges Jubiläum zum Anlass genommen, in diesem Jahr erstmals den mit 50.000 Euro dotierten Großen Preis des Deutschen Literaturfonds zu vergeben. Der Preis geht hervor aus dem zuletzt mit 30.000 Euro dotierten Kranichsteiner Literaturpreis, der zwischen 1983 und 2019 jährlich durch den Deutschen Literaturfonds in Darmstadt verliehen wurde.

Der Vorstand des Deutschen Literaturfonds (Susanne Fischer, Wend Kässens, Dr. Robert Staats) erklärt dazu: „Der Große Preis des Deutschen Literaturfonds gehört zu den höchstdotierten Literaturpreisen. Er ist aber viel mehr: Signal für die umfassende Förderung der anspruchsvollen deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Überregional, marktunabhängig und jenseits politischer Vorgaben.“

 

Ergebnisse der Kuratoriumssitzung des Deutschen Literaturfonds vom 22/23. Juni 2020
30.6.2020

Ergebnisse der Kuratoriumssitzung des Deutschen Literaturfonds vom 22. und 23. Juni 2020

Folgende Autorinnen und Autoren erhalten ein Werkstipendium:

Henning Ahrens (Frankfurt am Main) für einen Roman, Juan S. Guse (Hannover) für einen Roman, Lisa Kreißler (Pohle) für einen Roman, Olga Martynova (Frankfurt am Main) für einen Roman, Eva Menasse (Berlin) für einen Roman, Andreas Peters (Laufen) für einen Band mit Erzählungen, Walle Sayer (Horb) für einen Band mit Prosaminiaturen, Elke Schmitter (Berlin) für einen Roman, Tim Staffel (Berlin) für einen Roman, Stephan Thome (Biedenkopf) für einen Roman und Peter Waterhouse (Wien) für einen Roman.

Die Stipendien haben eine Laufzeit von vier bis zwölf Monaten und sind mit monatlich 3.000 Euro dotiert.

Projektförderungen erhalten Eurodram (ein europäisches Dramenprojekt), die auf lateinamerikanische Literatur spezialisierte Literaturzeitschrift “Alba” (für ihre 13. Ausgabe zum Thema “Karibik”), der Hessiche Literaturforum e.V. für eine Ausgabe der Zeitschrift “Literaturbote” zum 100. Geburtstag von Paul Celan und das digitale Literaturmagazin “&SHY”

Die Kooperationen mit dem Kinder- und Jugendtheaterzentrum der Bundesrepublik Deutschland beim Theaterprojekt “Nah dran” und mit dem Literatischen Colloquium Berlin bei seiner Übersicht über die deutschsprachigen Literaturzeitschriften auf der Internetseite literaturport.de werden in den nächsten Jahren fortgesetzt.

Insgesamt wurden Fördermittel in Höhe von 545.741,20 Euro vergeben.

Antragsschluss für die nächste Sitzung ist der 30. September 2020.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien